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Ratgeber Verstopfung

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Verstopfung
Wissenswertes zu Verstopfung

Ebenso wie Erwachsene, können auch Kinder häufig von Verstopfung betroffen sein. Die Gründe dafür können sowohl eine mangelhafte Ernährung als auch schlechte Erfahrungen beim Toilettengang sein. Die Eltern sollten ihre Kinder unterstützen, indem sie auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und das Kind vor Stress schützen. Ein entspannter Gang zur Toilette kann geübt werden und sollte bei Gelingen von den Eltern gelobt werden. Stellt sich auf diesem Wege keine Besserung ein, sollte ein Arztbesuch erfolgen. Der Arzt kann eine individuelle Therapie erstellen und für den Anfang möglicherweise helfende Medikamente verschreiben.

Wissenswertes zu Verstopfung (Obstipation):

Verstopfung bei Kindern

Auch Kinder leiden recht häufig unter Verstopfungen. Dabei können bei ihnen ähnlich viele Faktoren ursächlich sein wie bei Erwachsen. Dennoch lässt sich bei Kindern eine Verstopfung eher auf eine falsche Ernährung und mangelhafte Toilettengewohnheiten zurückführen. Kinder müssen die Kontrolle über ihre Schließmuskel erst erlernen. Machen sie in dieser Phase schlechte Erfahrungen mit dem Toilettengang, sei es, dass sie beim Absetzen des Stuhls Schmerzen erleiden oder aber sich eventuell unter Druck gesetzt fühlen (durch Eltern, Zeit, Kindergarten, Reisen), kann dies dazu führen, dass die Kinder den Gang zur Toilette scheuen und den Stuhl zwanghaft unterdrücken. Die Folge ist eine Verstopfung.

Wie können Eltern ihren Kindern bei Verstopfung helfen?

Ist eine organische Ursache für die Verstopfung ausgeschlossen, können Eltern ihren Kindern helfen, eine gesunde Verdauung zu erlernen. Neben einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung und ausreichendem Trinken ist die Vermeidung von Druck und Stress für das Kind unerlässlich.

Ist Ihr Kind älter als drei Jahre, kann ein Verhaltenstraining helfen. Ihr Kind sollte sich einige Zeit nach dem Essen für etwa zehn Minuten aufs Töpfchen setzen. Gestalten Sie dieses Ritual für Ihr Kind angenehm. Mit einem Bilderbuch oder der Lieblingshörspielkassette können Sie Ihr Kind beschäftigen. Es soll sich entspannen. Ein positives Ergebnis sollten Sie loben. Hat es mit dem Stuhlgang nicht geklappt, setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck. Strafe oder ein hartes Wort bringen Sie hier in keinster Weise weiter.

Im Babyalter wirkt die Gabe von Milchzucker abführend. Milchzucker fördert die Bildung von Lactobazillus bifidus, welcher die Konsistenz des Stuhls lockert. Bei älteren Kindern hat sich die Gabe von Feigensirup bewährt.

Grundlegend sollte die Ernährung konsequent umgestellt werden, damit Ihr Kind eine Darmentleerung erfährt, die frei von Schmerzen ist.

Können Sie der Verstopfung nicht mit Hausmitteln oder einer Ernährungsumstellung begegnen, verwenden Sie keine Abführmittel auf eigenes Gutdünken. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Er erarbeitet mit Ihnen zusammen eine individuell auf Ihr Kind zugeschnittene Therapie. Eine eventuelle Medikamentengabe kann gerade in der Anfangszeit nötig sein, um Ihrem Kind wieder zu einem normalen Stuhlgang zu verhelfen. Ist dies geschafft und können die Medikamente abgesetzt werden, ist es wichtig, dass Sie die Ernährungsumstellung, die stattgefunden hat, weiter beibehalten. Auf diesem Weg verringern Sie die Gefahr einer erneuten Verstopfung.

Gerade wenn es um das Thema „Verstopfung bei Kindern“ geht, ist es wichtig, dass Sie sich als Eltern frühzeitig und ausreichend informieren. Sie müssen lernen, wie die Verdauung Ihres Kindes abläuft, welche Zeitabstände zwischen den einzelnen Stuhlgängen normal sind und wie Ihr Kind den Toilettengang bevorzugt, denn ähnlich wie bei Erwachsenen gibt es auch bei Kindern enorme individuelle Unterschiede. In allen Fällen gilt jedoch: Setzen Sie Ihr Kind niemals unter Druck oder vermitteln ihm Schuldgefühle, wenn es mal nicht so klappt wie Sie es sich als Eltern vorgestellt haben. Liebevolle Geduld ist das A und O.

Melissa Seitz

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Vor allem zwei Prozesse im Körper können für die Entstehung einer Verstopfung verantwortlich sein, zum einen eine Trägheit des Dickdarms und zum anderen eine Funktionsstörung des Enddarms. Es gibt verschiedene Ursachen für diese Störungen. Zu den häufigsten Gründen gehören eine ungesunde Lebensführung, wie z. B. mangelhafte Ernährung und starker Stress oder das sog. Reizdarmsyndrom. Es gibt aber auch Medikamente, die eine verstopfende Wirkung haben können. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die Verstopfung die Folge einer anderen, meist ernsthafteren Erkrankung ist. Auch organisch bedingte Veränderungen können ursächlich für eine Verstopfung sein.

Diagnose Verstopfung

Bei der Diagnose von Verstopfungen erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Im Anschluss daran kommt es zu einer körperlichen Untersuchung, in Form eines Abtastens des Bauchbereichs und des Rektums. Auch eine Blutabnahme sowie Urin- und Stuhlproben können hilfreich bei der Diagnose sein. Weitere Möglichkeiten sind der sog. Hämoccult-Test oder eine Ultraschalluntersuchung des Bauches. Mit dem sog. Hinton-Test lassen sich mithilfe von Gelatinekapseln Rückschlüsse auf die Verdauungsaktivitäten im Körper der Betroffenen ziehen. Eine für Patienten etwas unangenehme Variante ist die Darmspiegelung, die dem Arzt einen genauen Einblick in den Darm ermöglicht.

Eine Verstopfung kann unterschiedliche Ursachen haben und in verschiedenen Erscheinungsformen auftreten. Es gibt die akute Verstopfung, die viele Ursachen haben kann und meist von anderen Schmerzen begleitet wird. Bei der chronischen Verstopfung zieht sich das Ausbleiben des Stuhlgangs über einen längeren Zeitraum. Eine Entleerung des Darms ist für die Betroffenen meist nur unter großer Anstrengung möglich. Die Reiseverstopfung beschränkt sich in den meisten Fällen auf die Dauer einer Reise und hat ihre Ursache in den veränderten Gegebenheiten im Ausland. Bei der Pseudo-Verstopfung liegt das Ausbleiben des Stuhlgangs an einer im Vorfeld stattgefundenen vollständigen Darmentleerung.